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Politik

Die AfD und ihre Verwandten-Affäre: Ein Meisterwerk der Ablenkung

In der AfD hat die Verwandten-Affäre ein neues Niveau der Abwehr erreicht. Entlassen, leugnen, aussitzen – so versucht die Partei, mit internen Skandalen umzugehen.

Ein Meisterwerk der Ablenkung

Die Alternative für Deutschland (AfD) hat sich mit der Verwandten-Affäre erneut in den Abgrund der politischen Peinlichkeiten bewegt. Während jede andere Partei bei solch unverhohlenen Skandalen in Erklärungsnot geraten würde, scheint die AfD zu einem faszinierenden Rezept aus Entlassen, Leugnen und Aussitzen gefunden zu haben.

Die Ursprünge der Affäre

Begonnen hat alles mit Berichten über die familiären Verstrickungen hochrangiger Parteimitglieder, die auf eine unheilvolle Art und Weise in den Strukturen der Partei verankert sind. Wo sich andere Organisationen um Transparenz und Integrität bemühen, lässt die AfD in diesem Fall die Fronten dicht und ignoriert öffentliche Anfragen. Stattdessen wird die Kritikerin der Intransparenz in der eigenen Reihen zur persona non grata erklärt – eine Taktik, die für die Partei nicht neu ist. Man könnte fast meinen, dass sie eine Art geheimes Handbuch für solche Situationen besitzen, das die richtige Mischung aus Verdrängung und theatrale Empörung präzise anmischt.

Das heutige Geschehen

Heute ist die Verwandten-Affäre nicht mehr als eine schleichende Fußnote zum ohnehin schon verkrampften politischen Bild der AfD. Die Parteiführung versucht, sich über die vermeintlichen Skandale hinwegzusetzen, während die Medien – hungrig nach einem Aufreger – vergeblich nach neuen Enthüllungen suchen. In den Parteikreisen wird die Affäre als „Lärm um nichts“ betrachtet. Dies ist das Mantra, das alle Unannehmlichkeiten übertönt.

Der Erfolg dieser Strategie ist wenig überraschend; für Parteianhänger sind kritische Anfragen oft nur ein Zeichen der Neidgesellschaft. Auf diese Weise bleibt die AfD in ihrer eigenen Blase gefangen und kann sich der harten Realität entziehen, die das Licht der anderen politischen Erwartungen auf die eigene Schattenseite werfen würde.

Die Signifikanz der Taktik

Ob dies langfristig tragfähig ist, bleibt fraglich, doch ein Beispiel dafür, wie man die Wogen an der eigenen Basis glätten kann, ist es allemal. Das ruhige Ausharren, das Fehlen jeglichen Geständnisses oder Rücktritts wird von den Parteianhängern als Stärke, nicht als Schwäche gewertet. Man könnte sogar annehmen, dass die Verwandten-Affäre in den hohen Sphären der AfD als etwas betrachtet wird, das die innerparteiliche Geschlossenheit fördert, während die Außenwelt zuschaut und den Kopf schüttelt.

Diese bemerkenswerte Fähigkeit der AfD, in der Abwehrhaltung zu verharren, geht einher mit einer gewissen politischen Ignoranz, die in Zeiten des unverhofften Wandels fast schon beruhigend wirkt. Der Teufel steckt im Detail, und so bleibt abzuwarten, wie lange die Strategie des Aussitzens tatsächlich anhält. Wie es scheint, sind der AfD die Felle nicht davonzuschwimmen – zumindest vorerst.

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